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Schneiden mit Tafelscheren

Für das Schneiden von Blechen mit geraden Schnittkanten, ohne weitere Bearbeitung der Platinenkontur, ist die Tafelscheredie wirtschaftlichste Schneidmaschine. Laserschneidmaschinen z.B. spielen ihre
Vorteil erst dann aus, wenn nicht nur Geradschnitte gefordert sind, sondern beliebige Konturen und auch Durchbrüche im Blech. Auf dem Markt werden Tafelscheren mit zwei verschiedenen Schneidsystemen angeboten: die kulissengeführten Tafelscheren und die Schwingschnit-Tafelscheren. Außerdem unterscheidet man noch zwischen elektromechanischen und hydraulischem Messerantrieb.

Bei den kulissengeführten Tafelscheren läuft der Messerbalken an vertikalen Führungen und das Obermesser schneidet gerade durch das Blech. Bei den Schwingschnitt-Tafelscheren lagert der Mersserbalken in einer Drehachse und der Schnitt des Obermesser durch das Blech erfolgt in einer kreisförmigen Bahn. Der Einsatzbereich bestimmt in der Regel den Scherentyp.

Kulissengeführte Tafelscheren

Die kulissengeführten Tafelscheren sind leicht und preiswert gebaut. Sie arbeiten in der Regel immer mit der maximalen Maschinenleistung. Die Messer-Eingriffslänge und der Schnittwinkel unter dem das Obermesser durch das Blech schneidet bestimmen die Maschinenleistung. Die Anpassung an die unterschiedlichen Blechstärken und Blechqualitäten erreicht man durch das Verstellen des Schnittwinkels. Je größer der Schnittwinkel, desto kleiner die Messer-Eingriffslänge. Oder, damit die max. Eingriffslänge bei größerer Blechdicke nicht überschitten wird, wird der Schnittwinkel vergrößert, d.h. "steiler". Bei
diesen Scherenart liegt der Messereingriffswinkel im Bereich von 1° - 3°.

Über den Schnittwinkel des Messer wird die Schnittqualität bestimmt. Der optimale Schnittwinkel liegt mit Bereich von 1°10' - 1°20'. Ist der Schnittwinkel kleiner, erhält man "säbelförmige" Blechteile, ist der Winkel größer,verwinden besonders schmale Blechabschnitte.

Die Führungen des Messerbalkens sind einem starken Verschleiß unterworfen, durch die Querkräfte beim Schneiden mit großen Schnittwinkeln, durch einseitiges Schneiden ,durch die Auffederung der Maschine usw.. Sie müssen regelmäßig nachgestellt werden damit das Führungsspiel klein bleibt. Das Führungsspiel und die Auffederung der Maschine haben einen negativen Einfluß auf das Messerspiel. Dieser kann nicht exakt eingestellt werden.

Der Einsatzbereich der kulissengeführten Tafelscheren liegt hauptsächlich dort, wo bei relativ niedrigen Investitionskosten ein breites Spektrum an Blechqualitäten geschnitten werden muß, aber keine großen Anforderungen an Schnittqualität und Produktivität gestellt werden.

Schwingschnitt-Tafelscheren

Die Schwingschnitt-Tafelscheren dagegen sind in der Regel in verwindungsfreier Kastenbauweise konstruiert. Der Messerbalken wird über ein Drehlager spielfrei in einer kurzen Kreisbahn geführt. Der Schnittwinkel ist fest. Er liegt normalerweise im optimalen Bereich von 1°10' - 1°20'. Er bestimmt die notwendige Maschinenleistung, bzw. die maximal zu schneidende Blechdicke. Durch den flachen Schnittwinkel sind die Querkräfte gering. Dadurch gibt es weniger Verdrehung. Die horizontalen Scherkräfte werden direkt in die Messerbalken-Lagerung geleitet. Die Auffederung der Maschine beim Schneiden beeinflußt nicht den Schnittspalt.

Je exakter der Schnittspalt eingestellt und gehalten werden kann, desto besser ist die Schnittoleranz. Die Schnittkante hat eine saubere Schnittfläche und nur einen kleinem Grat. Die Standzeit der Messer erhöht sich. Für Dünnbleche kann ein Schnittspalt von bis zu 0,04mm eingestellt werden. Die Standzeit der Messer verlängert sich gegenüber den kulissengeführten Tafelscheren um ca. 50%!

Durch die aufwendigere, schwere Konstruktion sind Schwingschnitttafelschern teurer als kulissengeführte. Sie garantieren dafür hohe Schnittleistung, mit gleichbleibender guter Schnittqualität und kleinen Toleranzen bei einem hohen Nutzungsgrad.